Kürzlich hat Facebook seine Instant Articles für alle Seitenbetreiber geöffnet. Mit dem entsprechendem offiziellen Plug-In für WordPress geht die Einrichtung recht schnell – so die Theorie. In der Praxis gibt es so manchen Fallstrick. Ein Erfahrungsbericht.

Umfangreiche Ersteinrichtung in WordPress

Zuerst sollte die Technik passen. Idealerweise ist WordPress in der aktuellsten Version unterwegs. Der Webserver muss zudem mindestens PHP 5.6 vorweisen, da das Plugin im Backend sonst mangelnde Unterstützung anmahnt. Dazu richtet ihr noch im Entwickler-Bereich von Facebook eine App ein. Ob es eine neue App ist oder ihr eine bestehende verwendet, ist unerheblich. App ID und App Secret tragt ihr in den Plug-In-Settings bei WordPress ein. Abschließend meldet ihr eure Facebook-Page für Instant Articles an und gebt dann im Plug-In an, dass die frisch angemeldete Seite Ziel eurer neuen Artikel sein soll.

Zehn Artikel zum Start

Dann wird’s fummelig. Zuerst lohnt es sich, das Styling eurer Artikel einzusehen und zu bearbeiten. Dazu müsst ihr ebenso ein Header-Image für Instant Articles anlegen und hochladen – beides geschieht im Admin-Bereich eurer Page. Zehn Artikel müsst ihr vorbereiten und an Facebook übergeben. Dort prüft ein Team die eingereichten Artikel. Auch ältere Blogbeiträge können übergeben werden – dazu müsst ihr diese nur aktualisieren, auch wenn ihr keine inhaltliche Bearbeitung vorgenommen habt. Die Artikel, die zu Instant Articles transformiert wurden, könnt ihr im Admin-Bereich eurer Page unter „Publishing Tools“ – „Instant Articles“ – „Production“ einsehen. Ist ein Artikel mit einem gelben Warndreieck versehen, solltet ihr letzte Anpassungen im Quellcode vornehmen. Das geht direkt an dieser Stelle bei eurer Facebook-Page vornehmen.

Ist alles ok, navigiert ihr im Admin-Bereich der Page zu „Settings“ – „Instant Articles“ und übergebt dort eure Artikel zur Prüfung an Facebook. Bis ihr Feedback erhaltet, können fünf Tage ins Land ziehen. Ergebnis kann auch sein, dass ihr Artikel nachbearbeiten müsst – etwa, weil Embeds im Quellcode nicht passen. Allerdings müsst ihr für eine erneute Einreichung zehn neue Artikel an Facebook übergeben – warum auch immer.

Ein schönes Ergebnis

Das Ergebnis ist ein Instant Article für euren WordPress-Blog – der sehr schnell lädt. Wer vorher schauen mag, wie das aussieht, kann das Aussehen der Beiträge in der Facebook Pages App prüfen. Alle Vorzüge zu Instant Articles hat Facebook hier aufgeführt, dazu gibt es für Quellcode-Liebhaber eine ausführliche Dokumentation. Schön ist, dass Facebook die anfänglichen Probleme zum Parsing der Artikel und mangelhafter Auslesung der RSS-Feeds offenbar behoben hat.

Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr schon Instant Articles erfolgreich publiziert? Lasst es mich in den Kommentaren bitte wissen 🙂

22. April 2016

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