Die schönsten Geschichten sind die aus der Nähe – so kann man den heutigen Twittwoch Düsseldorf zusammenfassen. „Local Heroes“ präsentierten André Paetzel und Daniel Fiene in den Hallen der Rheinischen Post in Heerdt. Schade war nur, dass krankheitsbedingt die Blogger von Bilkorama ihre Geschichte nicht vorstellen konnten. Da mich aktuell das Thema „Stadtteilblog“ sehr interessiert, war ich darauf besonders gespannt.

Aber gut, andere Themen waren auch spannend. Carmen Hillebrand von der METRO Group beispielsweise besetzt neben Britta von Genussgier das Thema „kulinarisches Düsseldorf“ erfolgreich, sondern ist auch beim Craft Beer bestens informiert. Neben den unabhängigen Burger-Restaurants, die sich etabliert haben, ist Craft Beer wie auch Homebrewing für mich der beste Ausdruck freier, kulinarischer Selbstbestimmung. Das Handwerk des Brauens, die Wirkung der Zutaten und der individuelle Genuss stehen im Vordergrund. Passt für mich perfekt in die Selbstbestimmungskultur, die das Netz mit sich brachte. Wenn ich jetzt noch die Zeit und das Equipment hätte, selber ins Homebrewing einzusteigen…

Wer sich allerdings hinter „Mr. Düsseldorf“ auf Facebook verbirgt, konnten Daniel und André mit dem Publikum auch nicht lösen. Der Protagonist selber war nicht anwesend, sondern „nur“ per Chatfenster zugeschaltet.

Undergroundiger wäre nur noch ein Google Hangout mit Skimaske und Sonnenbrille gewesen. Anfassbarer dagegen war @rheinbahn_intim, der auf Twitter für viele Schmunzler sorgt. Seid gewarnt, wenn ihr in der Tarifstufe A unterwegs seid 😉 Ein besonderes Geheimnis, wie er an seine Kurzgeschichten kommt, hat er nicht. Der Zufall, in Reichweite sich laut unterhaltender Teenies zu befinden, spielt ihm die Inhalte zu. Im Gegensatz zum Verkehrsbetrieb ist sein Account mittlerweile so bekannt, dass er hin und wieder selbst Serviceanfragen bekommt, die bei der Rheinbahn eigentlich besser aufgehoben wären. Nur wie er an Name und Alter seiner Quellen kommt, wollte er nicht verraten.

Zum Abschluß brachte Markus Eckartz von „The Rocket Scientists“ die Marketingsicht auf das Lokale ein. Neues, bahnbrechendes gab es nicht, was aber nicht an ihm lag, sondern eben am Thema – und in der Beratung immer wieder auf Fakten und Bewährtes zurückgreifen zu können, ist nie verkehrt. Markus wünschte sich mehr Mut bei den lokalen Unternehmern, sich digital auf ihre Kunden einzulassen, auch mal deren Inhalte zu „liken“ und zu kommentieren. Dass es positiv geht, konnte er beispielsweise über seine Tätigkeit für TOYKIO gut darstellen.

Mit Frozen Yoghurt von Yomaro, Mettbrötchen und Altbier wurde der Networking-Part eingeläutet – auch hier keine Überraschung. Warum auch, Andre und Daniel haben in bewährter Form diesen Twittwoch organisiert und sich als tolle Gastgeber erwiesen. Das neben Beruf und Familie zu stemmen, ist nicht selbstverständlich, daher ein großes Dankeschön. Ebenso an Björn und Henrik (ohne D) für die Mitfahrgelegenheit 🙂

Übrigens: Daniel und André nehmen für Locations für künftige Twittwoch-Ausgaben gerne sachdienliche Hinweise entgegen.

18. Februar 2015

Kommentare

Eine sehr schöne Darstellung des Events. Ich finde solche Art von Veranstaltungen unerlässlich um Kontakte zu knüpfen und sich persönlich weiter zu bilden. Tolle Idee!

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